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Baustellenablauf (Schlauchliner) Anschlussleitungen

Bei der Sanierung von Hausanschlussleitungen wird überwiegend die 2-K Kaltaushärtung, z. T. mit thermischer Unterstützung, und
die Warmwasser-Aushärtung eingesetzt.

Folgende Arbeitsschritte sind auf der Baustelle erforderlich:

1) Außerbetriebnahme der zu sanierenden Haltung,
das heißt es wird eine Wasserhaltung aufgebaut,

2) Beseitigung von Abflusshindernissen,

3) HD-Reinigung,

4) TV-Inspektion,

5) Einbau und Aushärtung des Inliners,

6) Aufschneiden der Leitungsenden
(nicht bei sogenanntem offenem Ende),

7) Qualitätssicherung mit Dichtheitsprüfung, TV-Inspektion,
Rückstellmuster,

8) Dokumentation.

Der Schlauchträger wird in den meisten Fällen auf der Baustelle geharzt, der imprägnierte Schlauchträger über den Revisionsschacht oder eine sonstige ausreichende Öffnung in die Haltung eingebracht, unter Luft- bzw. Wasserdruck aufgestellt und an die Rohrwandung angepresst.


Einbringtechniken

Die Einbringtechniken bei der Komplettauskleidung der Hausanschlussleitungen sind unterschiedlich, teilweise

durch Umstülptechnik mittels Druckkammern (Inversieren)
oder

durch Einziehen
aber auch

durch firmenspezifische Gummiblasen (Langpacker)
bis zu 5 m Länge.

Gerade bei der Umstülptechnik sind in den letzten Jahren Techniken entwickelt worden, die von kleinsten Revisionsschächten ca. 40x40 cm im Keller aus arbeiten können.

In Abhängigkeit von der Harzauswahl und weiteren Randbedingungen härten die Schlauchträger nach einigen Stunden aus, die Enden werden aufgeschnitten oder auch durch spezielle Techniken geöffnet und der Hausanschluss kann nach den Qualitätssicherungsmaßnahmen wieder in Betrieb genommen werden.

Öffnen eines verschlossenen Abzweigs